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Ebberfeld

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Zauber der Körperdüfte

Marilyn Monroe hat Chanel Nr° 5 getragen. Auch ins Bett, so hat sie einst einem Reporter anvertraut, würde sie dieses Parfüm begleiten. Welchen Körpergeruch aber hat die Natur der Sexgöttin geschenkt? Darüber erfahren wir nichts. Gewiß ist aber, daß sie einen ganz eigenen, individuellen Geruch besessen hat, wie jeder andere Mensch auch. Blonde, so heißt es, duften anders als Rothaarige, Schwarzhaarige anders als Brünette. Der Geruch von Männern ist anders als der von Frauen, Kinder unterscheiden sich erheblich von Erwachsenen. Ja, ich behaupte, verliebte Menschen geben einen ganz besonderen Duft ab, weil nämlich auch der Gemütszustand den Körpergeruch beeinflußt.

Und diese vielfältigen feinen Geruchsnuancen können wir unterscheiden. Zumeist geschieht dies unbewußt, wie auch unsere Nase oft unbewußt entscheidet, ob wir jemanden mögen oder nicht. Es gibt sogar Geruchssubstanzen, die ohne unser Zutun unseren Hormonhaushalt beeinflussen. Es sind Duftbestandteile aus der Achsel von Männern und Frauen. Männliche zwingen zu einem verkürzten Monatszyklus und weibliche lassen Frauen zum selben Zeitpunkt die Regel bekommen.
Ebenso haben Hormone ein Wörtchen mitzureden, was unsere Riechfähigkeit und Riechsensibilität anbelangt. Beispielsweise ist uns ja bekannt, wie heftig Schwangere plötzlich auf einzelne Gerüche reagieren können. Auch weiß man, daß Frauen zwischen der Pubertät und dem Klimakterium besonders sensibel auf bestimmte Moschusdüfte reagieren. Sie mögen den Moschusduft aus der Achsel des Mannes ganz besonders während des Eisprungs. Viele Männer wiederum riechen Moschus gar nicht, weil sie weniger Östrogen produzieren als Frauen ...

 

 

Immer ein wenig jünger, immer ein wenig sexy

Iris Berben hat ein Buch geschrieben. Der Titel lautet: Älter werden wir später. Schon vor Jahren wurde die Schauspielerin zu einer der erotischsten Frauen Deutschlands gekürt. Und in der Tat, wann immer Frau Berben im Fernsehen erscheint, stets strahlt uns ein wunderschönes Weib entgegen. Neidlos müssen selbst Frauen eingestehen: Diese Frau besitzt Sex-Appeal und sieht für ihr Alter verdammt gut aus. Fünfzig soll sie sein, man kann es kaum glauben. Entsprechend gesteht sie in einem Fernsehinterview: »Seit zehn Jahren fragt man mich, weshalb ich so jung aussehe, deshalb schrieb ich dieses Buch.«
Einige Tage später verrät sie dem »Wetten-Dass« Moderator das Rezept ihrer erotischen Schönheit. »Ich trinke drei Liter Wasser am Tag und genieße das Leben.« Ein Millionenpublikum staunt, und die Durchschnittsfrau von fünfzig berechnet kurz ihren täglichen Wasserkonsum. Als dann aber schwarzweiß Photos von Frau Berben gezeigt werden, die sie von Kopf bis Fuß mehr oder weniger nackt zeigen, bleibt der gleichaltrigen Fernsehzuschauerin nur noch die Kapitulation vor diesem makellosen Körper übrig; denn bei der Normalfünfzigerin haben die Oberschenkel schon seit einigen Jahren Cellulitis (Orangenhaut), auch sind an den Beinen Besenreißer und Krampfadern nicht selten. Trotz Nacht- und Antifaltencreme sind Krähenfüße und Halsfalten aufgetaucht. Der Busen, der Po, einfach alles ist ein wenig schlaffer geworden, vom Bauchansatz ganz zu schweigen.

Mit derartigen Alterserscheinungen hat die Fernsehschöne angeblich nicht zu kämpfen. Ich spreche vom Kämpfen, denn Frauen führen heutzutage einen wahren Krieg gegen das ganz normale Altern ...

 

 

Diktat des Busens

Das Busenwunder Lolo Ferrari ist tot. Vorbei sind die Zeiten, in denen der größte Busen der Welt bestaunt, gefilmt und von Männerhänden betastet werden konnte. Ob allerdings die Zeiten der Megabusen vorbei sind, bleibt zweifelhaft. Auch bleibt fraglich, inwieweit der Tod dieser Busen-Frau ein Umdenken hinsichtlich des Busenkultes bewirkt.
Ende der Sechziger und in den Siebzigern war die flache Brust angesagt. Twiggy, das dünne Model aus London, wurde den Frauen zum Maßstab des idealen Frauenkörpers. Einen Busen konnte man an ihr nicht entdecken. Und auch die wunderschöne Freundin von Rainer Langhans, Uschi Obermaier, hatte nur einen kleinen Mädchenbusen, auf den sie allerdings stolz sein konnte, weil er auf dem Titelblatt des STERN prangend, von der ganzen Nation bewundert wurde.
Diese Zeiten sind jedoch passé. Der ideale Busen, nämlich mindestens Körbchengröße C, hat die Laufstege, Filmstreifen und Titelblätter erobert. Wir befinden uns, was das betrifft, wieder in den Fünfzigern, in denen weibliche Filmrollen nach der Oberweite vergeben wurden und schöne Dekolletés Sex-Appeal bedeuteten. Die kurvenreichen Filmdiven machten damals so manchen Mann sprachlos und nötigten dennoch die Nachschlagewerke zu einer neuen Vokabel: Sexbombe.
Von Sexbombe konnte bei Lolo Ferrari nicht die Rede sein. Sie war vielmehr das überzeichnete Idealbild einer Frau, die wir in Comicheften finden können; ein künstliches Gebilde mit Hilfe von Silikon und ...

 

 

»Nichts als ein Büschel krausen nußbraunen Haars«

Was Leser des Playboys schon seit einigen Jahren beobachten konnten, wird immer alltäglicher. Das zurechtgestutzte Schamhaar. In Saunen und an Nacktstränden kann man mehr und mehr teilrasierte oder völlig entfernte Schambehaarung entdecken. Weit mehr Frauen als Männer gehen dieser Passion nach. Auch Gynäkologen registrieren eine Zunahme der nackten Scham, insbesondere bei jüngeren Frauen. Vertraut war Ärzten dieser Anblick, sofern sie es in ihrer Praxis mit türkischen oder amerikanischen Frauen zu tun hatten.
Im Vorderen Orient ist es Tradition, die Schamhaare zu entfernen. Als Grund wird die Hygiene angeführt. Dieses Argument wird auch von Amerikanerinnen herangezogen, wenn sie ihren Venuspelz entfernen. Deutsche Frauen finden es zumeist »einfach nur schöner« oder »angenehmer«, wenn sie sich die Intimbehaarung zurechtstutzen.
Bislang hatte ein Teil der Frauen dies vornehmlich getan, weil es als unschön galt, wenn Härchen aus dem Bikinihöschen luken. Es wurde folglich das Schamdreieck verkleinert. Heutzutage gilt allerdings ein schmaler Haarstrich oder die vollständige Entfernung des Haares als schön. Manchen reicht aber selbst das noch nicht. So werden die verbliebenen Haare nicht selten gekürzt, eingefärbt oder durch Kämmen in Fasson gebracht.
Derartige Verschönerungen sind nicht neu. Bereits Ägypterinnen frisierten und bedufteten sich das Schamhaar. Selbiges war auch im alten Griechenland bei Männern und Frauen bekannt. Nicht zuletzt finden wir in der Karmasutra Pflegeanleitungen für das Genital. Damit aber nicht genug ...