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Blondinen bevorzugt

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Blondinen bevorzugt
Wie Frauen Männer verführen

Eine Kulturgeschichte des weiblichen Balzverhaltens

Hardcover, 239 Seiten mit 54 Abbildungen
ISBN 978-3-938060-18-6

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Kurzbeschreibung

 

Mit knappen Tops, engen Hosen und bauchfrei schlendern Frauen über die Straße. Beim Ball oder Empfang zeigen sie sich in atemberaubenden Fummeln. Tief dekolletiert, hauteng oder mit einem langen Schlitz im Rock präsentieren Damen ihre Sahnestücke: Busen, Beine, Po. Das weibliche Geschlecht hat sich zur attraktiven Beute gemacht. Es ist das ewig gleiche Spiel der Geschlechter. Seit Jahrhunderten funktioniert es wunderbar nach immer derselben Formel: Sie lockt, er lässt sich locken. Sie gibt vor, passiv zu sein, er mimt den Eroberer und wird aktiv. Doch bei diesem Geplänkel der Geschlechter mischt die Natur kräftig mit.
Bei der Partnerwahl zählt nicht allein, was man hat, sondern auch, was man vorgibt zu sein. Daher putzen Frauen sich heraus, zwängen sich in unbequeme Kleidung und legen sich unters Messer, um attraktiver zu sein. Dieses Vorgehen macht durchaus Sinn, wie das Buch zeigt, das außerdem offenbart, welche Strategien bei diesem Verhalten dahinter stecken.

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung
Frauen wissen, wovon Männer träumen

    1. Blickrichtungen
      Frauen lassen sich von Frauen nichts vormachen, Männer schon
      Männer betrachten Frauen anders
      Gut verpackt, wecken Frauen Männerlust

      Frauen wollen beschaut werden
      Blickvorschriften
      Schauen, ohne dabei gesehen zu werden

    2. Balzverhalten
      Der Pretty-Woman-Auftritt
      Jeden Tag aufs neue Pretty Woman sein

      Und ewig lockt das Weib
      Die besten Attribute einer Frau
      Weiblichkeit durch Gang und Kleidung
      Frauen geben unbewusste Zeichen

      Aufreizende Haut
      Sparsame Bekleidung erhöht den Reiz
      Verlockendes Entkleiden
      Flirten mit entblößten Hautpartien
      Lust auf nackte Haut

    3. Körpervorlieben
      Falsche Brüste, tiefe Dekolletés
      Tradition der schönen Brüste
      Im Tierreich gibt es keine Busen
      Kulturell geformte Oberweiten
      Zeigelust
      Faible für die weibliche Brust

      Knackige Hintern, runde Hüften
      Betonung des Allerwertesten
      Anmache mit dem Po
      Archaische Gelüste
      Erotik der Hinterbacken

      Lange Beine, zierliche Füße
      Verborgene Beine
      Weniger Rock, mehr Bein
      Zwiespältige Frauenschenkel
      Mit hohen Pumps auf den Gipfel der Beinerotik
      Reiz, Schmerz und sexueller Stimulus

    4. Ideale
      Weibliche Formen und Schönheit
      Schönheitskriterien
      Universelle Merkmale
      Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan

      Haare und Kosmetik
      Verführerische Haarpracht
      Entfernung der Körperhaare
      Makellose helle Haut
      Make-up und Co
      Sinnliche Lippen

      Parfüm und Körperduft
      Duftige Lockmittel
      Anziehende Eigengerüche
      Weibliche Lockstoffe
    5. Schluss
      Silikon für die Seele

       

    Leseprobe

    Auszug aus der Einleitung

    Bei der Partnerwahl geht es darum, eine gute Figur zu machen. Das machen Frauen, indem sie sich mit ihrem Körper große Mühe geben. Sie wollen Blicke auf ihn lenken. Auf immer neue Art werden dabei die weiblichen Attribute unterstrichen. Einmal ist es die Taille, ein andermal sind es die Brüste, der Po, die Hüften oder die Beine, die Frauen besonders hervorheben. Stets aber ist es das markant Weibliche, das Männer an Frauen körperlich anziehend finden.
    Bisweilen nehmen die Unterstreichungen der weiblichen Attribute groteske Formen an. Doch gleichgültig wie die Verschönerungen aussehen, zu allen Zeiten und in allen Kulturen haben sie den gleichen Zweck. Sie schüren die Aufmerksamkeit der Männer, machen attraktiv und sind beziehungsweise gelten als ausgesprochen weiblich: ob die extrem geschnürten Wespentaillen des neunzehnten Jahrhunderts, die hohen Plateauschuhe der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts, die gebundenen Füße der Chinesinnen, die untertassengroßen Lippenplatten der Suri-Frauen aus Südwest-Äthiopien oder die mit Silicon aufgespritzten Lippen heutiger westlicher Frauen.
    Die Übertreibungen der weiblichen Anlagen durch Bekleidungsstücke, Accessoires oder körperliche Manipulationen bewirken etwas ganz Entscheidendes: Sie schaffen gewissermaßen ein Superweib. Denn eine Frau mit extrem weiblichen Merkmalen lässt bei einem geschlechtsreifen Mann keinen Zweifel an ihrer Fortpflanzungsfähigkeit aufkommen

    Auszug aus Teil 1
    Frauen lassen sich von Frauen nichts vormachen, Männer schon

    Männer lesen Kicker und Automagazine. Sie interessieren sich für Aktienkurse und kabellose Bohrmaschinen. Vor dem Fernseher bleiben sie beim Sport oder bei Actionfilmen hängen. Frauen stecken hingegen ihre Nase mit Vorliebe in Modezeitschriften und Klatschspalten. Sie kennen sich aus mit Schönheitsmasken und Kalorien. Haben sie die Wahl und – ausnahmsweise – das Kommando über die Fernbedienung, entscheiden sie sich für einen Liebesfilm.
    Gibt es also keine Gemeinsamkeiten? Doch! Eines zieht beide Geschlechter gleichermaßen an: der weibliche Körper. Blicke in ein x-beliebiges Magazins genügen. Kaum tauchen weibliche Kurven auf, saugen sich männliche wie weibliche Augen daran fest. Busen, Beine und Po wirken wie ein Magnet. Sie sind die fleischgewordene Dreifaltigkeit für jedermann.
    Die Motive der Geschlechter sind allerdings höchst unterschiedlich. Männer werden von der Lust des Schauens getrieben. Ihnen gefällt, was sie zu Gesicht bekommen. Weibliche Kurven und Schönheit regen ihre Phantasie an, nicht zuletzt ihren sexuellen Trieb. Frauen bewegt beim Anblick eines Frauenkörpers etwas anderes. Sie kontrollieren, vergleichen, urteilen: Ist der Busen echt? Sind Fettpolster am Bauch? Haben Po und Oberschenkel Orangenhaut? Was wird getragen oder benutzt, um den Körper sexy aussehen zu lassen, um ihn zu verschönern und zu pflegen?
    All das überprüfen Frauen mit dem ersten Blick. Gnadenlos wird der weibliche Körper beurteilt, und auch bei ihrem eigenen gehen sie nicht minder radikal vor. Fast zwanghaft stellen sie sich zu ihren schönen Schwestern in Relation. Das weibliche Geschlecht wittert Konkurrenz. Zu Recht, weil verlockende weibliche Schönheit, ob „echt“ oder „unecht“, Erfolg bei Männern verspricht. Deshalb wollen Frauen hinter die Kulissen der Schönheit schauen und haben ein ureigenes Interesse an den Tricks der Verschönerungen. Mit den erworbenen Kenntnissen können sie sich selbst einen Vorteil verschaffen oder zumindest die vermeintliche beziehungsweise tatsächliche
    Konkurrenz besser einschätzen.

    Auszug aus Teil 3
    Knackige Hintern, runde Hüften

    Gute Hinterbacken machen Männer sprachlos. Es gibt kaum einen Mann, der einem Frauenhintern widerstehen kann. Kein Mann, der eine Frau, die sich bückt, von hinten betrachtet, wird allen Ernstes behaupten, dieser Anblick ließe ihn kalt. Ein Weiberpo, der – ob mit oder ohne Absicht – in der Bückstellung nach hinten gestreckt wird, verfehlt niemals seine Wirkung auf das männliche Geschlecht. Eine Frau, die sich auf diese Art bückt, „verwandelt sich in eine erotische Erscheinung“, so der ungarische Autor Sándor Márai.
    Bei unseren tierischen Verwandten zeigt sich warum. Beugt sich ein Schimpansenweibchen nach vorne und streckt dabei das Hinterteil ihrem Liebsten entgegen, ist dies eine Aufforderung zur Kopulation. Das Männchen begreift die Geste sofort und nutzt umgehend seine Chance. Aus demselben Grund sind weibliche Hinterbacken auch für den Menschenmann von Bedeutung. Sie sind ein enormer sexueller Stimulus. Besonders dann, wenn sie rund und fest sind. Hier wirken biologische Reizmechanismen einer längst vergangenen Zeit. Frauen machen sich diese zunutze, indem sie ihr Hinterteil dem männlichen Geschlecht auf immer neue Weise geschickt präsentieren. (..).
    Um den Podex ins rechte Licht zu rücken, beherrscht die Damenwelt vielerlei Tricks. Eine der wirkungsvollsten ist die Taillenbetonung durch Verengung. Festanliegende Kleidung mit Taillennähten, enggezurrte Gürtel oder enggeschnürte Mieder verringern den Taillenumfang optisch oder tatsächlich. Das hat auf die Gesamterscheinung einer Frau enormen Einfluss. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte, Taille zu Brustkorb und auch Brustkorb zu Hinterteil verändert sich. Gleichzeitig treten der Po und die Brüste eindringlicher hervor, und die Taille selbst wird zum markantesten Indiz von Weiblichkeit. Alles in allem werden die weiblichen Merkmale so überzeichnet, dass eine Frau mit enger Taille weiblicher erscheint. Sie wird zur superfemininen Erscheinung.
    In der Tat ist die weibliche Taille für das männliche Geschlecht eines der wichtigsten geschlechtsspezifischen Signale und hochattraktiv.

    Auszug aus dem Schluß

    Frauen tragen unbequeme Kleidung und investieren viel Zeit in die Schönheit. Sie hungern oder legen sich für eine Körperkorrektur unters Messer. Sie geben Unsummen für Falten- und Anticellulitecreme aus. Das alles gibt ihnen Hoffnung auf eine gute Figur, ein gutes Aussehen und ein gutes Gefühl. Schließlich ist Silikon auch gut für die Seele. Denn die kleinen Brustkissen stärken das Selbstvertrauen und versprechen Erfolg bei Männern. (...)
    Es reicht nicht mehr, nur auf einer Party die Schönste zu sein, das Nonplusultra und der Traum junger Mädchen ist, Model zu sein oder an Misswahlen teilzunehmen. Opfer und Qualen lohnen sich für begehrliche und bewundernde Blicke. Sie beflügeln Frauen, daraus schöpfen sie unendliche Energie, die nötig ist, um schön zu sein und schön zu bleiben. Fraglos lohnt der Aufwand, selbst brutale Körperpein, wie Millionen Frauenschicksale seit Jahrhunderten belegen.
    Frauen sind ohne Frage ganz reizvolle Wesen. Und ohne Frage verfolgen sie eine Absicht, wenn sie sich schön machen. Diesbezüglich denken sie strategisch und ökonomisch, und sie kennen ihr Ziel. Millionen Frauen verfolgen täglich dieses Ziel, und der Erfolg gibt ihnen recht. Eine Frau, die in ihren Kleiderschrank sieht und fragt: „Was soll ich anziehen?“, weiß genau, was sie will!